Vermittelt - Selma

 

Selma kam zu uns, weil ihre Familie sie nach 2-wöchiger Trennung nicht mehr akzeptiert hat. Sie wurde von ihren Schwestern und ihrer Mutter im Aussengehege sofort weggebissen. Da wir nur noch unsere 2 kastrierten Männchen Booker und Teddy hatten kam Selma zu den Beiden. Selma war da erst ca. 7 Monate alt und unsere Jungs haben sie gleich freundlich begrüsst. Nach ca. 1 Jahr fing Booker allerdings an die kleine Selma immer wieder zu ärgern. Er scheuchte sie durchs Gehege und liess ihr oft keine Ruhe. Gebissen hat er Selma zwar nie, aber sie war immer genervter von seinen Verfolgungen.

Als dann der Hilferuf aus dem Herforder Schulzoo kam, in dem es nur noch ein Präriehund-Männchen (Hermann) gab, haben wir uns überlegt, daß Selma dort vielleicht besser aufgehoben wäre.

Der Präriehund im Herforder Schulzoo ist auch im ähnlichen Alter wie Selma und von daher waren wir der Meinung die Beiden würden besser zueinander passen. Nach einigen Tagen des Überlegens entschlossen wir uns es zu versuchen.

Peter Kneisel vom Herforder Schulzoo kam Selma schliesslich abholen mit dem Versprechen Selma zurück zu geben, falls sich die Beiden nicht vertragen würden. Aber glücklicherweise stellte sich heraus, daß wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Selma und Hermann haben sich auf Anhieb super vertragen. Sie sind mittlerweile ein ganz nettes Liebespaar, machen viel zusammen und hängen sehr aneinander.

Ich glaube damit haben wir der kleinen Selma einen großen Gefallen getan. Dort fühlt sie sich wesentlich wohler als bei uns, wo sie dauernd von dem 6 Jahre alten Macho Booker geärgert und genervt wurde. Uns ist das natürlich erstmal nicht leicht gefallen, aber es ging da nicht um uns sondern um ein glückliches Leben für Selma. Das haben wir mit dieser Entscheidung auf jeden Fall erreicht und der Herforder Schulzoo braucht sich auch keine Sorgen mehr darum zu machen einen einsamen Präriehund zu haben. Denn Einsamkeit ist für einen Präriehund unglaublich schlimm.