Unser Aussengehege mit unseren Präriehunden

 

Booker und Teddy sind von einem sympathischen Ehepaar aus Essen. Ihnen wurde schnell klar, daß sie den kleinen Rackern kein artgerechtes Leben ermöglichen können. So haben sie die beiden Jungs zu uns gegeben. Sofort haben wir dann mit Hilfe unserer Freunde angefangen ein Gehege in unserem Garten zu bauen. Allerdings sollten unsere beiden Jungs nicht so alleine dort leben. So kamen dann noch die zierlich Masha und die Wilde Hilde zu uns. Die Vier verstanden sich auf Anhieb. Die beiden Mädels waren anfangs noch sehr scheu, denn sie waren vorher bis zu 10 Std. alleine in einem Käfig in der Wohnung, in der Katzen frei herum liefen. Wahrscheinlich hatte sie dort totale Angst. Bis zur Fertigstellung des Geheges mußten sie leider noch einige Zeit im Innenkäfig leben. Aber dann kam der große Tag und wir konnten die 4er-Bande nach draußen lassen. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl zu beobachten wie aufgeregt sie alles erkundeten und die Mädels sofort anfingen zu buddeln. Unsere Jungs waren da etwas fauler. Die ersten paar Tage lagen sie nur faul auf der Wurzel und haben den Mädels beim Buddeln zugesehen. Aber dann fingen auch sie an zu graben. In kürzester Zeit war von dem hohen Gras nicht mehr viel zu sehen und überall ragten Erdwälle aus dem Boden. Dann kam noch Floppy dazu. Eine einsame Präriehunde-Dame, die ihren Partner verloren hatte. Nina, die mittlerweile eine sehr liebe Freundin von uns geworden ist, hat sie uns gebracht. Nach einem kleinen 1. Anzicken mit Hildchen hat sie sich aber sehr gut eingelebt und mit allen wunderbar vertragen. Hildchen und Floppy saßen nach 2 Tagen schon gemeinsam mitten im Futternapf und knabberten genüßlich an den Leckereien.

Außer im Winter sitzen wir jeden Tag im Gehege und schmusen mit der Bande. Sie klettern auf uns herum und putzen und schmusen mit uns. Besonders Teddy ist der Meinung, daß wir da rein gehören. Er steht immer an der Scheibe und kratzt solange daran bis wir hineingehen. Dann springt er auf unseren Schoß läßt sich kraulen. Nach einiger Zeit reicht es ihm und er wuselt wieder im Gehege rum. Das zeigt, daß die Präriehunde auch im Aussengehege zutraulich bleiben. Man muß halt nur den Kontakt zu ihnen halten.

Booker hat die Angewohnheit immer als Letzter schlafen zu gehen. Vorher ist es unser Ritual, daß er nochmal durch die offene Tür auf Conny's Schoß springt, sich einige Zeit kraulen läßt, um dann zurück ins Gehege zu springen und in seine Schlafhöhle zu verschwinden.