Hilferuf aus der Schweiz

Als uns eine mail vom Züricher Veterinäramt aus der Schweiz erreichte, ob wir 2 männliche Präriehunde aufnehmen können, war natürlich klar, daß wir sie aufnehmen. Die Beiden wurden illegal aus Deutschland in die Schweiz gebracht und als die Besitzer umzogen, ließen sie die 2 Präriehunde einfach im Garten zurück. Sie hatten keine Haltungsgenehmigung, die man in der Schweiz zum Glück braucht, um Präriehunde zu halten. In der Schweiz achtet die Regierung darauf, daß solche Tiere nur gehalten werden dürfen, wenn der Besitzer bestimmte Auflagen einhält. Schade, daß es so ein Gesetz nicht auch in Deutschland gibt.

 

Nach einigen behördlichen Anträgen, die wir ausfüllen mußten, kamen die 2 Racker dann endlich zu uns. Beide natürlich ziemlich verstört und verunsichert. Einen Präriehund, den wir Paulchen nannten, mußten wir operieren lassen, weil er einen Nabelbruch hatte. Es dauerte ca. 2 Wochen bis er sich erholt hatte und zurück zu seinem Partner konnte.

Paulchen war ein ganz sanfter und lieber Kerl. Aber als wir ihn zurück ins Aussengehege  lassen wollten, ist sein Partner auf ihn los gegangen und hat ihn nicht mehr akzeptiert. Wir mußten Paulchen also schweren Herzen weiter vermitteln. Er lebt jetzt bei Jeannette, die schon einige Präriehunde von uns übernommen hat. Dort ist er von den anderen Präriehunden freundlich aufgenommen worden.

 

Für uns war es eine große Ehre, daß das Züricher Veterinäramt uns dieses Vertrauen entgegen gebracht hat und wir auch schon außerhalb der Grenzen Deutschlands in Bezug auf Präriehunde-Rettung bekannt sind.

Einen Ziesel aus der Schweiz hatten wir ja vor längerem auch schon anvertraut bekommen.