Bedenkzeit vor der Anschaffung

Jeder, der Präriehunde zum 1. mal sieht ist hingerissen von ihnen. Das können wir durch unsere eigenen Erlebnisse bestätigen. Sie sehen wirklich süß aus und man ist sofort hingerissen von ihrer Erscheinung. Aber sie sind nicht so problemlos zu halten, wie z.B. Meerschweinchen, Hunde oder Katzen. Vor allem kann niemand ihnen ein glückliches Leben in der Wohnung ermöglichen. Egal, wieviel Mühe man sich gibt, ihr naturgemäßes Leben ist ein Leben in dem sie Erdhöhlen buddeln und sich in der Sonne räkeln können.

Da Präriehunde nun mal Nagetiere sind, ist vor ihren Zähnen eigentlich nichts sicher. In kürzester Zeit haben sie Kabel durchgeknabbert, Möbel angenagt oder einfach alles was ihnen so gerade in Reichweite kommt. Abgesehen, daß es für einige Halter dann ärgerlich ist, so ist es auch für die PD’s nicht ungefährlich. Verletzungen der kleinen Racker sind da leider nicht auszuschliessen. Das Schlimmste allerdings ist, daß es auch manchmal zu Todesfällen kommt. Sei es durch angeknabberte Kabel oder schlimme Stürze, was es leider alles schon gegeben hat.

Es ist schön ein Haustier zu haben und auch wir finden, daß es gut tut sich mit Tieren zu umgeben. Aber warum muß es unbedingt ein exotisches Wildtier sind ?  Wer sich ein Haustier anschaffen möchte, macht das ja eigentlich weil er tierlieb ist. Aber ist das wirklich noch Tierliebe, wenn man Wildtiere zu einem traurigen Dasein verdammt, nur weil man etwas Besonderes haben will ? Es gibt soviele arme einsame Haustiere in Tierheimen, die auf ein neues nettes Zuhause hoffen. Sollte man da nicht lieber diesen armen Kreaturen helfen anstatt wildlebenden Tieren, die nicht für ein Leben in der Wohnung geboren wurden, ein Leben gegen ihre Natur und ihre Bedürfnisse aufzuzwingen ?

Denn ein Wildtier wird nicht automatisch zum Haustier nur weil man es in einen Käfig steckt.

Ganz im Gegenteil. Diese Tiere leiden ein Leben lang unter ihrer Gefangenschaft in einer für sie unnatürlichen Umgebung.