Bedürfnisse der Präriehunde

Über die Herkunft, die Ernährung und die Gesundheit der Präriehunde wollen wir jetzt nicht noch lange schreiben. Diese Informationen gibt es schon genügend auf den vielen anderen Präriehunde-Seiten im Internet. Dort findet ihr alle wichtigen Infos über Präriehunde. Wer aber trotzdem Fragen hat, der kann sich gerne in unserem Forum mit anderen austauschen. Ganz sicher kann man sich dort gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Viel mehr liegt es uns am Herzen über die Lebensweise und Bedürfnisse dieser possierlichen Nager zu berichten. Wenn man bedenkt, daß Präriehunde in ihrer natürlichen Umgebung lange Tunnel und tiefe Höhlen graben, um darin zu wohnen, sich zu paaren und ihre Winterruhe zu halten, so finden wir es um so zweifelhafter, ob sie sich in einem Käfig in der Wohnung wirklich wohl fühlen. Es ist wahr, daß viele Präriehunde sehr zutraulich werden und mit dem Menschen auch schmusen. Obwohl die Menschen ihnen die Sonne, den Wind und die Erde vorenthalten. Aber was bleibt den Tieren denn auch anderes übrig. Sie müssen sich ja in ihr Schicksal fügen und das Beste draus machen. Da Präriehunde in der Freiheit ja auch in großen Familien zusammen leben fühlen sie sich auch schnell einsam und gelangweilt. Selbst ein Pärchen vermißt noch weitere Artgenossen. Wer den Film „Badland“ im ZDF über das Leben der Präriehunde gesehen hat, kann sicher verstehen was wir meinen.

Aus Erfahrung können wir bestätigen, daß sie auch im Aussengehege zutraulich sind und sich streicheln lassen. Und dort haben sie zumindest ein etwas artgerechteres Leben. Sie können dort herumlaufen, wann immer sie wollen und müssen nicht sehnsüchtig darauf warten, daß der Mensch endlich mal den Käfig für ein wenig Auslauf öffnet. In den schönen Jahreszeiten sitzen wir jede freie Minute auf unserer Terrasse und beobachten das muntere Treiben unserer kleinen Kobolde. Manchmal setzen wir uns sogar zu ihnen ins Gehege und sie kommen zu uns, um sich streicheln zu lassen oder sich ein paar Leckerchen abzuholen. Es wird nie langweilig ihnen zuzusehen. Denn sie sind den ganzen Tag mit irgendetwas beschäftigt und wirken so zufrieden und ausgeglichen wie sie in der Wohnung nie waren.

In der Paarungszeit kann man allerdings nicht ins Gehege ohne von den Männchen gebissen zu werden. Aber das ist bei der Wohnungshaltung nicht anders. Da ist die Versorgung der Tiere eher noch schwieriger. So mancher PD-Besitzer kann da von heftigen Bissen erzählen. Deshalb sollte man auch nie vergessen, daß Präriehunde ja nun mal Wildtiere sind. Sie sind nicht mit unseren domestizierten Haustieren zu vergleichen. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der sich dazu entscheidet Präriehunde als Haustiere zu halten. Sie sind und bleiben nun mal Wildtiere und können dadurch unberechenbar sein.